KSI Geschichte
Soke Kimura
Meister Shigeru Kimura wurde am 2. März 1941 in Kobe,
Japan, geboren. Er begann mit 16 Jahren Karate unter der Führung
von Sensei Chojiro Tani (1921 - 1998). Schon mit 21 Jahren
gewann er die "All Japan Championship". Diesen Titel
holte er im darauf folgenden Jahr zum zweiten Mal. Nach diesen
Turniererfolgen zog er sich aus den Wettkämpfen zurück
und widmete sich ganz der Weiterentwicklung des Shukokai Karate.
Durch seine stete Suche nach Kraft, Schlagkraft und Schnelligkeit
erlangte er ein tiefgründiges Verständnis für
die Körpermechanik. Dabei entwickelte er parallel den
Budo-Geist. Soke Kimura starb 1995 überraschend im Alter
von 54 Jahren an einem Herzversagen.
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Anekdote zur KSI-Zeichenfigur
Von Steve Lunt
Die Geschichte unserer japanischen Zeichenfigur ist auch
eine Geschichte über Soke Kimura.
Ursprünglich zeichnete ich den Prototypen mit dem Gedanken,
Soke Kimura zu bitten, mit vier oder fünf Strichen die
Form und das Gefühl unseres Karate-Stils wiederzugeben.
Eine Aufgabe, die nur vom Erfinder unseres Karatestils bewältigt
werden konnte. Mein Prototyp sah ungefähr so aus:

Soke Shigeru Kimura, Sensei Edi Horn und ich sassen in einem
Hotelzimmer in Berlin. Ich erzählte von meiner Idee und
zeigte Grossmeister Kimura meine Skizze. Er schmunzelte, griff
zu japanischem Pinsel und Tinte - welche ich im voraus beschafft
hatte - und begann ein Bild nach dem andern zu malen. Er war
dabei sehr vertieft in diese Aufgabe und sie schien ihm Spass
zu machen. So entstanden viele verschiedene Zeichnungen, welche
er im ganzen Hotelzimmer zum Trocknen auslegte. Wir sassen
da, inmitten all dieser kleinen Kunstwerke - ein unvergessliches
Bild.
Soke Kimura trat dann ein paar Schritte zurück und
betrachtete die Werke kritisch. Über einige musste er
lachen, die meisten zerknitterte er und warf sie weg. Nun
fragte er uns, welches der Verbliebenen wir auswählen
würden, und wir beide entschieden uns für dasjenige,
welches auch unser Meister ins Auge gefasst hatte. Er überreichte
mir diese geniale Orginalzeichnung, welche ich noch heute
hüte wie meinen Augapfel.

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